VORSCHAU: Die Männerwettbewerbe 2014 | GYMmedia.de

19. Mai 2014  
Sofia  
Turn-EM, Männer

VORSCHAU: Die Männerwettbewerbe 2014

Wie in der Vorwoche bei den Frauen gehört auch bei den Männern der erste Tag (Mittwoch) den Junioren. An deren Qualifikationen sind 149 junge Turner aus 36 Nationen beteiligt.
Am Donnerstag folgt die Qualifikation der Elite bei den Männern (174; 36 Nationen) für die Team-Entscheidung am Samstag ( - die besten acht Mannschaften) und für die jeweils besten Gerätefinalisten (8) des Sonntags. Die Junioren küren am Freitag ihren Mehrkampfeuropameister und suchen die Gerätebesten am Sonntagvormittag.
 

Die EM-Berichte werden unterstützt von SPIETH Gymnastics

Da im Zuge ihrer Olympiavorbereitung auf 2012 auf der Insel sehr langfristig in den Nachwuchs investiert wurde, ist auch an den bisherigen und aktuellen Ergebnissen der Junioren-Europameisterschaften abzulesen:
Während 2006 noch die deutschen Jung's in Volos ihre grandiose Goldriege feierten, hat danach stets Großbritannien - jetzt zum 4. Mal in Folge mit seinen Talenten dominiert, was sich dann schließlich folgerichtig im gesamten, rasanten Aufschwung sowohl schon zu Olympia in London als auch bei WM und EM niederschlug. Viele halten auch in diesem Jahr die britische Nationalriege für fähig, ihren Mannschaftssieg von Montpellier 2012 hier in Sofia erfolgreich zu verteidigen, während man beim deutschen Nachwuchs derzeit wohl ein momentanes "Leistungstal" durchschreitet (- wie auch der enttäuschende 9. Rang hier in Sofia belegt), was es aber wohl auch bei jeglicher Wettkampfherausforderung schließlich zu korrigieren gilt!
Alles andere im Spitzenbereich - wie auch die Ergebnisse an den einzelnen Geräten -  ist stark tagesformabhängig.
Deshalb sollte man sich mit einzelnen Prognosen im Kunstturnen stets zurückhalten und mit Spannung im olympischen Zwischenjahr auf die Auseinandersetzungen der Etablierten mit den "jungen Wilden" warten, was die abschließenden Finals am Sonntag wieder sicher zu einem qualitativ-hochwertigen Höhepunkt werden lässt.
Eines gilt aber generell: Wesentliche Entwicklungsfaktoren sind in dieser komplexen Sportart die Langfristigkeit und Qualität pädagogischer Bemühung, die keineswegs nur trainingsmethodische Schwerpunkte enthalten darf. Erfolge erntet man im internationalen Kunstturnen heutzutage nur, wenn man hochmotivierte und klassifizeierte Trainergenerationen aufbaut und pflegt. Da liegt wohl leider im deutschen Spitzensport im Allgemeinen und im Kunstturnen im Besonderen inzwischen Einiges im Argen.

So dienen solche Europameisterschaften wie hier in Sofia auch der freundschaftlichen Begegnung und dem fachlichen Erfahrungsaustauch, wie in dieser Runde (Foto, unten) europäischer Trainerstrategen ...:

 ... in roter Jacke der langjährige bulgarische Nationaltrainer und Coach von Jordan Jowtschew, Milko TANKUSHEW, in dessen Spur inzwischen auch sein Sohn ist (1. von links) oder in der Mitte die beiden serbischen Coaches Jakob MATIC und  Dusan MAROVIC, Griechenlands Trainer BOTAKIS (ganz rechts); mit dabei auch CHIN aus Slowenien sowie Vladimir DRACULIC (SRB) und HODJIC (SLO) ...