24. Mai 2026  
Berlin, GER  
Gerätturnen

34. Berliner Bärchenpokal 2026

Zum 34. Mal sind in der Hauptstadt die Berliner Bärchen los - und wie:
Nicht nur mit Rekordbeteiligung, sondern mit beeindruckender Dynamik: Während die Gesellschaft über die Folgen eines bedenklich-zeitintensiven "Daddelns" der jungen Generation in den Tiefen und Un-Tiefen des Internets klagt, beweisen Deutschlands jüngste Turntalente, wie sie mit Begeisterung und qualitativ hochwertigen Übungen ihre Bewegungslust im Wettkampf umsetzen: In Berlins Gretel-Bergmann-Sporthalle in der Rudolstädter Strasse sah man schon am ersten Wettkampftag nichts von den derzeit in den Medien beschriebenen "unzumutbaren Zuständen" psychischer und physischer Gewaltanwendung bei der Leistungs- und Zukunftsausrichtung turnerischer Anforderungen: Vom überwiegenden Großteil des engagierten leistungssportlichen pädagogischen Trainer- und Überungsleiterstammes bestens angeleitet, sah man in allen drei der jüngsten Altersklassen (Ak 9 bis 11) begeisterte Mädchen im sportlichen Wettstreit, und alles ohne Handy ...:

♦♦♦ ALTERSKLASSE 11


Bei den ältesten der Mädchen der Jahrgänge 2015 und jünger lieferten unter den acht angetretenen Mannschaften die Girls der Turntalenteschule Frankfurt-Limburg die geschlossenste Teamleistung ab: Mit 211,775 Punkten und einem deutlichen Vorsprung von über 18 Punkten verwiesen sie ihre Konkurrentinnen der Teamkombination TZ Hannover/Karlsruhe (193,400) auf den zweiten Rang, und auch deren Vorsprung zu den Drittplatzierten war mit knapp 17 Punkten Differenz mehr als souverän! Dafür fielen die Punktabstände des Verfolgerfeldes auf den Rängen 4 - 8 weniger krass aus: Angeführt vom Team Aschaffenburg/Dresden auf Platz 4 vor der Talentschule Bodenheim/Koblenz folgten TuS Cemnitz-Altendorf, vor TT Rhein Main und dem Team Nord-Ostsee.

♦♦ ALTERSKLASSE 10


Während die Berliner Gastgeber in der AK 11 keine Turnerinnen am Start hatten, lieferte sich die Turntalentschule Maxi Gnauck mit den Gästen der TTS Karlsruhe einen heftigen und spannenden Kampf um den Mannschaftserfolg: Am Ende siegten die Karlsruherinnen, die sich vor allem mit starken Stufenbarrenleistung weit von der Konkurrenz abhoben, und allein gegen die Berlinerinnen nur an diesem Gerät 4 Punkte herausholten, die sonst an den "restlichen" drei Geräten vorn lagen. Somit gab es den Teamerfolg mit 190,300 : 189,100 vor dem Berliner Team.

Unter den insgesamt 11 angetreten Wettkampfteams rangierte auch hier die TTS Fankfurt-Limburg mit 185,075 Punkten (im Bild, rechts) wieder auf einem Podestplatz! Chapeau!


 ALTERSKLASSE 9


Am 2. Wettkampftag mussten die jüngsten Wettkämpferinnen der AK 9 zeitig aus den Federn:
Am fittesten schienen die Girls der TTS Karlsruhe an diesem letzten Wettkampftag zu sein:
An Stufenbarren und Boden waren sie als Team unschlagbar und turnten einen Vorsprung von über drei Punkten heraus: Sieg mit 187,650 Punkten vor den Kölner Mädchen der TTS Deutschen Sporthochschule, die mit 184,525 Punkten sich nur knapp dahinter auf Rang zwei behaupteten, dicht bedrängt von den Mädchen der TTS aus dem turn-traditionsreichen Herbolzheim, die mit 183,725 Punkten Bronze holten.

Siegerlächeln des Karlsruher Bärchengwinner der AK 9

Ein Riesenstarterfeld mit insgesamt 29 Mannschaften sorgte für den diesjährigen Teilnahmerekord von insgesamt 107 Turnerinnen!!
Hochachtung auch vor der logistischen Leistung der Berliner Veranstalter, aber auch vor der mentalen Stärke der Kampfrichterinnen und dem ganzen technischen Hauptstadtteam!!

Der Mehrkampfsieg in der Einzelwertung aber ging an die Kölnerin Maivi Porschen (TTS DSH), die mit 64,075 Punkten an der Spitze gleich einen ganzen Schwarm von drei Karlsuherinnen abwehrte, die mit Matilda Ertelt (2./ 63,950) sowie Ella Kerek und Alya-Liya Cetin - zwei auf dem Bronzerang Platz 3 (- je 63,675) an der Spitze sahen! Somit war klar, dass das homogenste Team bei den Jüngsten eindeutig die Mannschaft aus Karlsruhe war.

Siegerin Maivi Porschen (2. von links) - eingerahmt von drei Karlsruher Verfolgerinnen

Insgesamt war es wie ein Blick in die Probierstube einer deutschen Olympiabewerbung!
Tatsächlich schon hier sollte man ablesen können, ob und wie sich eine Olympiabewerbung für Deutschland in der gar nicht mehr so fernen Zukunft realisieren lässt: Denn 2036 oder später wollen diese heute 9- bis 11-jährigen Talente sich den Traum einer eventuellen internationalen Startmöglichkeit bei Olympia erfüllen. Nicht alle werden das natürlich schaffen können, denn diese Probierstube des anspruchsvollen Kunstturnens ist eben auch ein Selektionsprozess. Der aber bedeutet:
Der Weg ist das Ziel, und davon profitieren alle!
Denn hier werden nicht nur körperliche Fähigkeiten und turnerische Fertigkeiten und Techniken vermittelt und erworben - hier werden lebenstaugliche Persönlichkeitsmerkmale geprägt, und mit positivsten Erinnerungen verbunden, denn an die Berliner Bärchenpreise werden sich die allermeisten der Mädchen auch noch in ihrem späteren Erwachsenenalter gern erinnern, vorausgesetzt, die sie betreuenden Übungsleiterinnen und Trainer haben trotz hoher Ansprüche alles für ihre individuelle positive Erinnerungskultur getan!
Darauf scheinen Muttis und Vatis, Omas und Opas in größtem Vertrauen zu setzen! Schön, dies bei diesem Bärchenpokal zu sehen, dass dieses Vertrauen auf qualitativ hochwertige pädagogische Praxis unter deutschen Turnhallendächern das Normale zu sein scheint - wenn auch so mancher bedauerliche Grundtenor in der Berichterstattung deutscher Medien manchmal daran zweifeln lässt!
 ERGEBNISSE AK 9
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Seit 9 Uhr liefen auch wieder die Livestream-Bilder an den einzelnen Geräten,
professionell und technisch versiert betreut vom Vater der Berliner Bundesligaturnerin Frederika Suhl:
   → L I V E S T R E A M  AK 9 wie auch alle "Videos on demand".
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