18. Dezember 2023  
Baden-Baden, GER  
Gerätturnen

Barrenweltmeister Lukas Dauser ist Deutschlands "Sportler des Jahres 2023"

Zum 7. Mal in der Nachkriegsgeschichte des deutschen Sports erhielt ein Kunstturner die meisten Stimmen bei einer Wahl zum "Sportler des Jahres":
<< Lukas DAUSER (30) vom TSV Unterhaching, der mit schwierigster und makelloser Barrenkür zur WM 2023 in Antwerpen eindrucksvoll und nach schwieriger Vorbereitungszeit zum Weltmeister gekürt wurde, steht nach Helmut Bantz (1956), 2x Eberhard Gienger (1974; + '78) sowie 2x Fabian Hambüchen (2007 + '16) aktuell ganz oben in dieser Sympathiewahl des deutschen Sports, zu der auch der historisch-letzte "Sportler des Jahres der DDR", der Berliner Andreas Wecker (1989) gehört, der seine Karriere und Popularität 1996 in Atlanta mit dem Reck-Olympiasieg auch im geeinten Deutschland fortsetzte und krönte.
Mit 1.753 : 1.062 Stimmen, zu denen erstmals nach bisheriger ausschließlicher Journalistenwahl nun auch Athletinnen und Athlten gehörten, setzte sich Lukas DAUSER gegen den Langstreckenschwimmer und aktuellen Weltmeister über 10 und 5 km, und Vorjahresdritten Florian Wellbrock sowie gegen Einer-Ruderer Oliver Zeidler (865 Stimmen) durch.
Wie zwar in allen Spitzensportdisziplinen auch, kommt jedoch dem langfristigen Leistungsaufbau im Kunstturnen eine besondere Bedeutung zu, sind doch dessen Erfolge nur durch ausdauernde, kontinuierliche Prägung im Bereich menschlicher Leistungsgrenzen möglich, beginnend allerdings bereits in der Vorschulzeit, unter höchsten Ansprüchen eines humanen und ethisch verantwortbaren Leistungssport.
( ... siehe  >> MDR-R e p o r t )

Trainer Kurt Szilier (Mitte) mit Dauser und Marcel Nguyen

<< Seit Sommer 2020 trainiert der Kapitän der deutschen Nationalriege (seit 2017) Lukas Dauser in der Trainingsgruppe des SV Halle, gemeinsam mit dem Erfurter Nils Dunkel und dem Ex-Chemnitzer Nick Klessing und fand bei Trainer Hubert BRYLOK ein kreatives "Halloren Quartett", dessen ambitionierte Arbeit auf "partnerschaftlicher Augenhöhe" unter Ausrichtung auf internationale Topziele nun u. a. im WM-Titel am Barren von Lukas in Antwerpen gipfelte und aktuell an weiteren adäquaten Zielen Richtung Olympia Paris 2024 ausgerichtet ist - übrigens  auch kein kein leichtes Ding für einen dann 31-jährigen Top-Athleten!
(* K u r i o s : Auf der aktuellen Kandidatenliste Sachsen-Anhalts zur Sportlerwahl sucht man den "Wahl-Anhaltiner" vergeblich, obwohl er hier seit 2020 beheimatet und seit diesem Jahr dort auch glücklich verheiratet ist...?)
Dass der Turnstützpunkt Halle aber nicht zufällig von Dauser und seinen Kollegen zum Standort gewählt wurde, hängt sowohl mit dem Profil des Trainers, aber auch mit der erfolgreichen Vereinshistorie des früheren "SC Chemie Halle" zusammen: In Sachsen-Anhalt wurden schon weit über ein halbes Jahrhundert lang und mit hohem Stand von Wissenschaftlichkeit und langfristiger Talenteförderung Athleten von internationalem Format ausgebildet, wie die Ex-Nationalturner und Olympioniken Rainer Handschke, Lutz Mack sowie Ralph Bärthel, Hubert Brylock, wie auch nach der politischen Wende Jens Milbradt, Maik Krahberg, Oliver Walther, Mario Franke, Renè Tschernitschek, Christian Berzces u. a. bewiesen, die mit zahlreichen Deutschen Meistertiteln und internationalen Medaillen die beeindruckende Bilanz dieses Standortes prägten!