10. Juli 2013  
Kasan, Russland  
Gerätturnen

Die Männer-Turnwettbewerbe der 27. UNIVERSIADE 2013: Auch Russlands Turner waren im Mannschaftswettbewerb nicht zu schlagen; hinter Nikolai Kuksenkow wird Fabian Hambüchen Vize-Studentenweltmeister

Auch die Männer-Turnwettbewerbe der 27. UNIVERSIADE 2013 wurden eindeutig von den russischen Gastgebern bestimmt und sahen am Montag erwartungsgemäß die Favoriten als Sieger im Teamwettbewerb nach der letzten Gruppe vor Ukraine und vor Japan. Deutschland hatte bis dahin mit nur einem Viertelpunkt vor Brasilien und Nordkorea geführt und belegte nach der 4. von 5 Gruppen mit 260,500 Punkten am Ende den vierten Rang, denn die chinesischen Studenten kamen überraschend über einen 6. Rang nicht hinaus.Den Mehrkampf gewann erwartungsgemäß der Russe Nikolai KUKSENKOW (89.950), aber vor den zweiten Russen, David BELJAWSKI (89,600), drängelte sich Fabian HAMBÜCHEN (89,850) und wurde Vize-Studentenweltmeister!
Mit drei Finaltiteln am Abschlusstag wurden die Russen erfolgreichste Nation auch bei den Männern.
++ Nachdem der deutsche Gerätehersteller Bänfer bereits bei den Deutschen Studentenmeisterschaften 2013 an der Sporthochschule Köln letzten Monat für optimale Wettkampfbedingungen sorgte, unterstützt Bänfer nun auch die tagesaktuelle GYMmedia-Berichterstattung von der Turn-Universiade aus Kasan, wo das GERÄTTURNEN am Mittwoch (10. 07.) mit den Gerätefinals abgeschlossen wird...

** B ä n f e r an der Seite des studentischen Top-Sports!
* Informationen aus Kasan: Dr. Swantje Scharenberg

>> ... Wechsel zu Frauen-Wettbewerbe

* VORSCHAU:
Im Gerätturnen der Männern starten Akteure aus insgesamt 18 Ländern.
Starke Präsenz zeigt natürlich Gastgeber Russland, u. a. mit David Beljawski, Denis Abljasin und Emin Garibow...

Japan, dass vor 4 Jahren in Belgrad (2009) mit Yosuke Hoshi den Studentenweltmeister im Mehrkampf stellte, und vor 2 Jahren im chinesischen Schenzen (2011) den Team-Wettbewerb gewann, kommt diesmal u. a. mit den international bekannten Leuten Yusike Tanaka, Ryokei Kato, Hiroki Ishikawa und Shogo Nonomura.

Bei Chinas Turnern mit deren Riesenreservoir ist immer Weltklasse zu erwarten, auch wenn die Namen Wu Guanha, Zhang Leyang, Zhang Yang, Lu Wentian noch relativ unbekannt sind, außer vielleicht Reck-Titelverteidiger Chen Xuezhang
Stark tritt auch wieder die Ukraine an, die 2011 mit Mykola Kuksenkow den Studenten-Weltmeister im Mehrkampf stellte, diesmal mit Radiwilow, Stepko, Semjankow ... 
Für Deutschland gehen - nach kompletter Abwesenheit vor vier Jahren in Belgrad und vor zwei Jahren in Schenzen - diesmal folgende, z. T. namhafte Athleten an den Start:
Fabian Hambüchen, Andreas Bretschneider, Helge Liebrich, Thomas Taranu und Fabian Lotz.
  >> Liste der Teilnehmer
... mehr zum Turnen bei der Universiade sehen Sie in einer
Historischen Video-Rückschau der russischen Gastgeber:


** Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) schickte 142 Athletinnen und Athleten in 18 Sportarten sowie knapp 80 Offizielle zur Universiade 2013. Damit entsandte der adh erstmals seit den 1990'er Jahren wieder über 220 Teilnehmer zu einer Universiade.

* Donnerstag, 04. Juli - Podiumstraining
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Am Donnerstag bereits hatten die deutschen Damen mit Trainerin Tamara Kokhlova (Stuttgart) - Kim Bui, Lisa-Katharina Hill, Annabell Hölzer und Pia Tolle - bereits kurz nach dem Nachtflug (!) ihr Podiumstraining absolviert.
Deutschlands Kampfrichterinnen Kerstin Schilp und Uta Zimmler, werden in Wettkampf I und II als Exekution-Juroren am Stufenbarren bzw. am Schwebebalken sitzen.

* Freitag, 5. Juli:
Bei den Herren war der Ankunftstag durch ein erstes Training - nach einer langen Flugnacht und wenig Schlaf - in der schlecht belüfteten Warming-Up-Halle im Gymnastics Center bestimmt.
Team-Coach ist der zweimalige Deutsche Ex-Mehrkampfmeister (1998, 2002) Sven Kwiatkowski (Chemnitz), dem vor acht Jahren (2005) die Teilnahme an der Universiade in Izmir (Türkei) aus finanziellen Gründen (BMI) sowie wegen "nicht ausreichender Chancen auf eine Finalplatzierung" leider verwehrt blieb.
Niedersachsens Kampfrichter Jörg Niebuhr wird als "D 2" an den Ringen die Schwierigkeiten erfassen und natürlich auch den deutschen Podiumsdurchgang (- am Freitag ab 16.40 Uhr) beobachten.

Nach dem Podiumstraining der Herren, ist auch das Geheimnis um die Aktiven bei diesem ersten internationalen Weltcup nach Einführung des neuen Code de Pointages, der - laut Istvan Karacsony eine Standortbestimmung darstellt - gelüftet.
In der 2000 qm großen Wettkampfhalle mit Platz für 3.200 Zuschauer werden ab dem 07.07.2013 195 Turnerinnen und Turner aus 41 Ländern an die Geräte gehen, darunter etliche TeilnehmerInnen der Olympischen Spiele von London. Stolz präsentierte die Wettkampfmanagerin Olga Belusenkowa einen kleinen Film, bei dem u.a. Kim Bui und Fabian Hambüchen als prominente Olympia-TeilnehmerInnen präsentiert wurden.

Am Montag begann der Mannschaftskampf in der Herrenkonkurrenz bereits um 10.00 Uhr. Hier waren 129 Turner und 24 Teams gemeldet. Neben Jörg Otto Niebuhr, ist auch Achim Vogel als zweiter deutscher Kampfrichter am Sprung für eine der E-Noten zuständig.

Im vierten von 5 Durchgängen waren die Deutschen gesetzt, gemeinsam mit den Turner aus der Schweiz, Brasilien, Korea, Großbritannien und Frankreich.
Ihr erstes Gerät wird der Barren sein, die Schweizer beginnen am Boden...
(C) gymmedia / - ehe -
* nach Informationen aus Kasan: Dr. Swantje Scharenberg

 

Montag, 08. Juli:Die Männer-Turnkonkurrenz: Team-Wettbewerb
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Im 4. von 5 Durchgängen hatten sich die deutschen Männer mit dem Hauch von einem Viertelpunkt an die Spitze der Konkurrenz gesetzt und führten mit 260,500 Punkten knapp vor Brasilien (260,250) und vor Nordkorea (257,250).
Fabian Hambüchen absolvierte bis dahin den besten Mehrkampf aller Teilnehmer und führte das Feld mit 88,300 Punkten an, nachdem er bereits im zweiten Durchgang die bis dato Tageshöchstwertung am Reck von 15,500 Punkten erzielt hatte, der er noch eine 15,250 am Boden folgen ließ: An Boden (44,100) und Reck (43,600) erzielten die Deutschen die höchsten Gerätewerte ... v o r  dem letzten Durchgang mit den Favoriten ...
>> Zwischenstand vor dem letzten Durchgang

Absolut klar war aber, dass die "Turngiganten" mit Russland - China - Japan sowie der Ukraine, Rumänien und Kanada, im letzten Durchgang des frühen Abends die potenziellen Anwärter auf die Podestplätze waren:
So kam es denn auch fast, wenngleich die reliv unbekannten Chinesen doch wider Erwarten ein wenig "schwächelten": Ihre beiden Besten, ZHANG, Yang (85,300) und LU, Wentian (84,700) belegten gerade die Ränge 13. und 15.
Und so markierten dann auch die russischen Männer bereits nach Boden, Pferd und Ringe jeweils die drei Spitzenwerte und gingen schon zur Halbzeit in Führung, die sie bis zum Ende nicht mehr abgaben.
Die Ukraine punktete mit den Gerätebestwerten insbesondere am Pferd (45,950) sowie am Barren (46,400) und ging damit noch an Japan vorbei allerdings glänzend am Reck aufgelegt waren (45.000) und hinter der Ukraine Dritte wurden.
Den Deutschen Männern auf Rang vier fehlten zum Podest allerdings schon deutliche 9 Punkte. Die Schweizer belegten unter den 24 Nationen als 11. einen Mittelplatz (253,700).
  >> Detaillierte Resultate

Stärkster Leistungsträger der Ukraine war Oleg WERNJAJEW, der mit 90,500 Punkten die Mehrkampf anführt, jedoch dicht gefolgt vom Japaner Ryohei KATO (90,250) und Oleg STEPKO (UKR; 90,050). Hinter diesem Trio mit über 90-Punkten folgt dann der beste Russe, David BELJAWSKI (89,750) und seine beiden Landsmänner Nikolai KUKSENKOW (89,500) und Nikita IGNATJEW (88,850).
Hinter dem Japaner Yusuke TANAKA (88,750) ist natürlich auch Deutschlandsbester turnende Student, Fabian HAMBÜCHEN als Achter (88,300) fürs Mehrkampffinale qualifiziert.welches mit 83,100 auch noch der Chemnitzer Andreas BRETSCHNEIDER erreicht hat.
Die absolut geringen Differenzen der Akteure an der Spitze lassen am Dienstag einen spannenden Endkampf um die Krone des Studenten-Weltmeisters erwarten!
   >> Detaillierte Resultate

Finalplätze für den Mittwoch erkämpften sich am Boden Fabian Hambüchen (- mit Medaillenaussichten auf Rang 3) und Thomas Taranu (8.); auch der Schweizer Michael Meier qualifizierte sich als 7.;
an den Ringen hat Thomas Taranu gerade so die Endrunde der besten Acht (8.) erreicht und am Reck steht der höchste Vorkampfwert mit Siegaussicheten für Fabian Hambüchen zu Buche!

 

Nach den Frauen holten auch Russlands Männer Team-Gold!
(c) Russian Gymnastics Fed.

 

Kurz vor Ende brach heute die Internetverbindung zusammen!! - trotzdem gelang es Frau Prof. Dr. Swantje Scharenberg uns ihre Beobachtungen aus deutscher Sicht zukommen zu lassen:
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Spannender hätte der Ausgang letztlich nicht sein können, denn Rang zwei und drei trennten nur 0,25 Punkte im Ergebnis ( ... siehe oben)!

* Mit dem Start am Barren hatten die deutschen Männer nicht die beste Ausgangsposition. Nach einem leider unsicheren Felgangang von Andreas Brettschneider und einer technisch nicht einwandfreien Übung (D-Wert 6,2/E-Wert 8,05), konnte auch Fabian Hambüchen in der Ausführung nicht so punkten, wie erhofft, trotz D-Wert von 6,1. Fabian Lotz hingegen wurde für seine gute Präsentation mit einem E-Wert von 8,8 Punkten belohnt. Helge Liebrich war der vierte an diesem Gerät, jedoch war sein Ausgangswert der niedrigste, entsprechend bildeten die anderen drei Noten das Endergebnis am Barren, Rang neun im inoffiziellen Ranking der Teams an diesem Gerät.
* Thomas Taranu begann am Reck (E-Wert 8,6), dann zeigte Fabian Lotz (E-Wert 8,3) eine ähnlich gute Ausführung. Das Team - unterstützt von ca. 50 SportlerInnen des adh aus den unterschiedlichsten Disziplinen - hatte so bereits einen guten Beginn am Reck gehabt, dann half aber das "Häng" beim Kovac mit 1/1 Schraube bei Andreas Brettschneider nicht. Kurzfristig stellte er danach seine Übung um (D-Wert 5,5). Letzter Turner für die Mannschaft war Fabian Hambüchen (D-Wert 6,8). Er kämpfte sich durch seine Übung mit dem Resultat, dass er sich als bester für das Gerätfinale am Mittwoch qualifiziert hat (15,5 Pkte). Einen noch höheren Schwierigkeitswert (7,0) zeigte nur noch Emin Garbow aus Russland an diesem Tag.
* Am Boden zeigte der Schraubenspezialist Helge Liebrich den einen oder anderen Standfehler bis hin zum Verlassen der Fläche;  Andreas Brettschneider beendete seine Abschlussbahn erst im Stand und dann im Sitz; Thomas Taranu, der beim Podiumstraining und selbst beim Kurzeinturnen stets mit seinem Doppeltwist haderte, bekam ihn heute in den Stand und turnte sich mit 6,5/8,5 als achter Turner unerwartet ins Finale an diesem Gerät.
Fabian Hambüchen schaffte ebenfalls als drittbester Turner dank der höchsten Ausführungsnote an diesem Tag (8,95) die Qualifikation ins Finale am Boden. Mit dem Schwierigkeitswert von 6,3 Punkten liegt er deutlich hinter dem an diesem Gerät heute führenden Turner aus Russland, Denis Abljasin (7,1 D-Wert). Insgesamt war die Mannschaftsleistung am Boden (drittbeste Teamwertung heute) für die Turner der Hauch von Vorsprung, der später gegenüber Brasilien zum besseren Resultat führte (Deutschland: 260,5/ Brasilien: 260,25).
* Am Pauschenpferd hatte das Team um Sven Kwiatkowski lange überlegt, wer zum Einsatz kommen sollte. Die Entscheidung fiel für den Mehrkämpfer Andreas Brettschneider. Zunächst ging Fabian Lotz ans Gerät und hatte einen Absteiger. Dann kämpfe sich Helge Liebrich durch seine Übung und wurde von den Zuschauern förmlich akustisch in den Handstand gedrückt, so dass er den Abgang letztlich doch noch präsentieren konnte und bester Turner der Mannschaft an diesem Gerät wurde. Andreas Brettschneiders Vortrag war kurz (5,0/8,4), Fabian Hambüchen konnte durch seine gute Ausführung (8,95 E-Note) punkten.

* Dass die Ringe das drittbeste Gerät der deutschen Männer sein würden, war vorher nicht absehbar. Von Gerät zu Gerät steigerte sich Andreas Brettschneider, fast ins Finale wäre Fabian Hambüchen gekommen, der mit 8,9 Punkten die drittbeste Ausführungsnote von allen Turnern an den Ringen erhielt. Thomas Taranu gelang dies aber mit seinem Vortrag (6,3/8,7), dass die Deutschen Turner am Mittwoch an den Ringen nochmals vertreten sein werden.
* Beim abschließenden Sprung waren die Stützen des Teams Helge Liebrich (14,9), Andreas Brettschneider mit seinem Handstützüberschlag-Doppelsalto (14,55) sowie Thomas Taranu, der eine für ihn so unerwartet hohe zweite Flugphase zeigte, dass er nicht in den sicheren Stand kam. Weder Helge noch Fabian Hambüchen schafften es, sich mit ihren beiden unterschiedlichen Sprüngen für das Finale zu qualifizieren. Rang sieben an diesem Gerät sprach eine deutliche Sprache.
Trainer Sven Kwiatkowski resümierte, dass sich das Team gut präsentiert habe, wenn auch die Männer ca. drei Punkte "liegen gelassen" hätten. Das Ziel der Qualifikation für Andreas und Fabian für das 24er-Mehrkampffinale haben beide erreicht mit Platz 22 bzw. Rang sieben. Vor Fabian Hambüchen liegen jeweils zwei Turner aus der Ukraine, Japan und Russland, eben von den drei erstplatzierten Teams des heutigen Mannschaftskampfes. Die jeweils zwei Chancen von Thomas Taranu und Fabian Hambüchen in den Gerätfinals werden sie gewiss nutzen.

 

Dank der beiden Herren und ihrer guten Betreuung durch das gesamte restliche Turnerteam im Innenraum - "in Deutschland wäre das unmöglich, aber, international ist das nicht so streng ..." (dieses ist ein Zitat von N.N.) - sprang der Funke von einem sehr gut aufgestellten Männerteam schnell ins Publikum über, das die beiden Herren lautstark und mit immer besseren Kenntnissen vom Gerätturnen anfeuerte.
Eben das ist auch das Ziel der Universiade: von anderen Sportarten zu lernen und die Eigenarten auch zu begreifen. Die individuellen Leistungen werden vom Publikum bewundert und Turnen bekommt viele Gesichter ... .
* Aus Kasan für GYMmedia: Prof. Dr. Swantje Scharenberg

* S p r u n g
1. YANG Hak Seon (KOR) = 15,787
2. ABLYAZIN Denis (RUS) = 15,350
3. RADIVILOV Igor (UKR) = 15,237


4. KIM Hee Hoon (KOR) = 14,800
5. LYSZCZARZ Marek (POL) = 14,725
6. KOCHERIN Viktor (KAZ) = 14,462
7. TUUHA Tomi (FIN) = 14,350
8. VALIYEV Stanislav (KAZ) = 14,287
  > Detaillierte Resultate

* B a r r e n
1. GARIBOV, Emin     (RUS) - (6,60) = 15,875
2. BELYAVSKIY, David (RUS) - (6,7) = 15,625
3. VERNIAIEV, Oleg      (UKR) - (6,9) = 15,575


4. KATO, Ryohei                  (JPN) - (6,7) = 15,550
5. ZHANG, Yang                  (CHN) - (6,5) = 15,300
6. STEPKO, Oleg                 (UKR) - (6,6) = 14,950
7. TANAKA, Yusuke              (JPN) - (6,3) = 14,100
8. MUNTEAN, Andrei Vasile (ROU) - (5,9) = 14,075 
 > Detaillierte Resultate

* R e c k
1. GARIBOV, Emin  (RUS) - (7.3)  = 16,025
2. TANAKA, Yusuke (JPN) - 6.9=  = 15,550
3. KATO, Ryohei      (JPN) - (6.4)  = 15,275


4. OYAKAWA, Artur      (BRA)  - (6.4)  = 15,150
5. SEMIANKIV, Maxim    (UKR)  - 6.2)  = 14,925
6. VESERNYES, David   (HUN)  - (6.3)  = 14,650
7. PRINCIPI, Paolo             (ITA)  - 5.9)  = 14,575
8. HAMBÜCHEN, Fabian (GER)  - (6.3)  = 14,300
    > Detaillierte Resultate

* Nach den Turn-Wettbewerben hatte Deutschlands Star Fabian Hambüchen genügend Gelegenheit, das besondere Flair dieser Studenten-Weltmeisterschaften zu genießen:
* GYM-Video ---: Hambüchen in Kasan

* Youtube (1135)


Den Blick aus deutscher Sicht, besonders auf die beiden Finalisten Fabian Hambüchen und Thomas Taranu, hatte wieder
- Prof. Dr. Swantje Scharenberg:

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*  Am Boden bei den Männern startete Thomas Taranu mit einer überzeugenden Leistung (6,4/8,25) in die Konkurrenz, Fabian Hambüchen war sehr dynamisch unterwegs und schaffte es, sichere Landungen in die nächste Bewegung zu überführen. Trotz geringerer D-Note als Thomas (6,3) holte Fabian dank einer sehr guten Ausführung (8,975 Pkte.) Silber am Boden.
* Olympiasieger Arthur Zanetti - eine Klasse für sich an den Ringen! Der Brasilianer, Universiadegewinner an diesem Gerät, turnte einen D-Wert von 6,8 und in der Ausführung 9,075 Punkte.
Thomas Taranu zeigte mit einem D-Wert von 6,3, dass er zurecht zu den besten acht in der Welt der Studierenden Turner gezählt wird, die Freude nach dem gestandenen Abgang und der gelungenen Übung war ihm aufs Gesicht geschrieben, 8,7 Punkte standen als E-Wert auf der Anzeigentafel.
*  Am Sprung war besonders die Präsentation von Hak Seon Yang (Korea) beeindruckend. Der sehr schlanke kleine Turner hatte mit Abstand die höchste Anlaufgeschwindigkeit der Konkurrenz, die Höhe seiner beiden Sprünge war beeindruckend, beide hämmerte er förmlich in die Matte in den festen Stand (15,975/15,6). 

* Mit der höchsten Note war Fabian Hambüchen aus dem Mannschaftskampf für das Reckfinale nominiert worden.
Im Einturnen war sein erstes Flugteil, der Gaylord, noch perfekt und traumhaft hoch. Dann wurde das Reck für das Einturnen eines Athleten hoch gestellt und wieder auf Wettkampfhöhe zurück - das alles zog sich hin, beeindruckte den ersten Starter an diesem Gerät jedoch nicht. 16,025 Punkte standen auf der Anzeigetafel als dann Fabian Hambüchen von Fabian Lotz ans Reck gehoben wurde: Doch nach weniger als 5 Sekunden war dann der Traum von der Medaille ausgeträumt. Der Abstand zur Stange stimmte bei seinem Flugteil einfach nicht, Fabian stand unter dem Reck - die deutschen Fans verließen die Wettkampfstätte und die Universiade-Webside brach zusammen .... Rang acht für Fabian, der seine Übung zwar sehr gut abschließen konnte, dem aber ein ganzer Punkt im D-Wert auf den Führenden fehlte und der mit 14,3 Punkten letztlich nur den achten Platz erreichen konnte.

Das Trainerpaar Tamara Khokhlova und Sven Kwiatkowski waren sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Teams - zurecht. So ein hervorragendes Abschneiden der deutschen studierenden TurnerInnen bei diesem ersten internationalen Wettkampf nach neuem Code de Pointage hatte keiner vorher zu prognostizieren gewagt.
Noch zwei Tage Universiadefeeling und dann geht es wieder zur Uni zurück - mit vielen unvergesslichen Eindrücken.

Das Medaillentrio des Bodenfinals: Fabian Hambüchen (Silber), Studentenweltmeister Ryohei Kato (JPN), Bronze für David Beljawski (RUS)

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