27. Februar 2022  
Cottbus, GER  
Gerätturnen

45. TURNIER DER MEISTER 2022

Nach zweijähriger coronabedingter Zwangsunterbrechung geht heute das traditionelle "TURNIER DER MEISTER" im Range eines FIG-World Challenge Cups" mit dem zweiten Finaltag seiner 45. Auflage zu Ende. Überschattet von den dramatischen Ereignissen der russischen Kriegshandlungen in der Ukraine, galt die besondere Fürsorge der Cottbuser Veranstalter auch den Vertretern der ukrainischen Turnnation, die mit zu den besten der Welt zählen. Veranstaltungsort ist wieder die Lausitz Arena, allerdings unter noch immer coronabedingt bestehenden erheblichen Besucherbeschränkungen und entsprechenden Sondermaßnahmen.
Bei großer, fast dreifacher quantitativer und auch qualitativer Dominanz des Männerbereiches, ist das internationale weibliche Starterfeld diesmal doch ziemlich "überschaubar".
Die Sieger bei den Männern kamen aus sechs und bei den Frauen aus vier unterschiedlichen Nationen, nur die Ukraine stellte je eine Siegleistung bei Frauen und Männern.
Nils Dunkel (Pferd) und Glenn Trebing (Barren) bei den Männern sowie zwei deutsche Perspektivturnerinnen bei den Frauen, Aiyu Zhu und Lea Marie Quaas, qualifizierten auf Gastgeberseite sich für die Finals (Stufenbarren) sowie Aiyu Zhu mit Balken und Boden gar für drei Gerätefinals. Für Medaillennähe reichten allerdings derzeit und zu diesem frühen Saisonzeitpunkt die Leistungen der deutschen Gastgeber nicht aus ...

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Turnierdirektor Wohlfahrt: Solidarität mit der Ukraine!


♦♦ G E R Ä T E F I N A L S  (Samstag/Sonntag, 26./27. 02 2022)
       * E R G E B N I S S E


 MÄNNER (1. Finaltag: Qualifikationen - siehe unten
B O D E N
1. SHARAMKOU, Yahor  (BLR) - (6.1)=13,933
2. BENIVIC, Aurel           (CRO) - (6.3)= 13,766
3. GRASSO, Thomas       (ITA)  - (5.8)=13,700

       Detaillierte Resultate

                 > FX-Qualifikation
+ + +
P A U S C H E N P F E R D
1. UDE, Filip               (CRO) - (5.7) =14,366
2. KOVTUN, Illia       (UKR)  - (6.2) =14,166
3. MALONE, Brody  (USA)  - (5.8) =14,133

...
5. Dunkel, Nils        (GER) - (5.6) =13,966
    Detaillierte Resultate

             > PH-Qualifikation
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+ + +
R I N G E
1. COLAK, Ibrahim         (TUR)  - (6.1) = 14,733
2. DAVTYAN, Vahagn     (ARM) - (6.0) = 14,600
3. TULLOCH, Courntey (GBR)  - (6.1) = 14,500

    Detaillierte Resultate

              > SR-Qualifikation

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FRAUEN (1. Finaltag)
S P R U N G

1.  KYSSELEF, Tjasa  (SLO) =13,183
2. NETZER, Ofir            (ISR) =12,983
3. PETISCO, Alba        (ESP) =12,916

   
  Detaillierte Resultate

             > VT-Qualifikation
+ + +

S T U F E N B A R R E N

1.  VOLLEMAN, Tisha       (NED) - (5.2) =13,333
2. VEERMAN, Sanna          (NED) - (6.1) =13,166
3. SMANTSAR, Anastaia  (BLR) - (4.9) =13,100

...
5. QUAAS, Lea Marie       (GER) - (4.6) =12,433
7. ZHU, Aiyu                       (GER) - (4.3) =11.800
      Detaillierte Resultate

                > UB-Qualifikation


♦♦ Q u a l i f i k a t i o n e n


* Donnerstag / Freitag , 24./25. 02. 2022
 MÄNNER: → Qualifikationsergebnisse:
 B o d e n;       Finalisten: > Boden
Olympiasieger Artem Dolgopyat (ISR) beherrschte die Bodenfläche überzeugend (6,1)=14,800;
Der Berliner Dario Sissakis (GER) (5.7)=13,066 verpasst das Finale als 11. nur knapp um -0,067 Punkte.

 P f e r d;        Finalisten: > Pauschenpferd
Der WM-Vierte von 2021, Nariman Kurbanow (KAZ), setzte mit der schwierigsten Übung (6.6) auch die Höchstwertung des Tages (=15,266).
Der Wahl-Hallenser aus Erfurt, Nils Dunkel (GER), qualifizierte sich als Siebenter mit (5.6)=13,900.

  R i n g e        Finalisten: > Ringe
Adem Asil, der Türke mit ägyptischen Wurzeln, stand als Siebenter im Olympiafinale von Tokio (2021) - heute Bester der Qualifikation: (6.2)=14,533
Lokalmatador Tom Schulze (10.) verpasste das Finale mit (5.2)=13,166 um -0,367 Punkte Differenz.
S p r u n g:      Finalisten:  > Sprung
Nazar Chepurnyi
(19) aus Cherkassy in der Ukraine war der Sprungbeste (=14,749), der zuletzt zur WM 2021 die Qualifikation gewann und im Finale Siebenter war.
Auch Boden-Olympiasieger Dolgopyat qualifizierte sich als Achter (14,099) noch knapp, während dem Cottbuser Tom Schulze (15. Platz) dafür knapp 4 Zehntelchen fehlten ...
B a r r e n:       Finalisten: > Barren
Ukraines WM-Shootingstar Illia Kovtun legte am Barren stolze (6.3)=15,000 Punkte vor. Bemerkenswert, wie sich Glenn Trebing mit höherem E-Wert (5.5)=14,033 als Sechster fürs Finale durchsetzen konnte!
R e c k:            Finalisten: > Reck
Brody Malony (USA) vor Milad Karimi (KAZ) und Alexander Myakinin (ISR) hieß das Spitzentrio, das sich am Reck mit den drei schwierigsten Übungen in Szene setzte.
Keine Chance für Nils Matache (13.) und Felix Remuta (15.), deren Schwierigkeits-Indizees (4.6 / 4.7) einfach international (noch) nicht konkurrenzfähig waren.

+ + +
 FRAUEN: → Qualifikationsergebnisse:
  S p r u n g;                 Finalistinnen:  > Sprung
Beste am Sprungtisch war Sloweniens Tjasa Kysselef =13,066;
schwaches Starterfeld, nur acht Teilnehmerinnen, ohne deutsche Beteiligung.

 S t u f e n b a r r e n
    Finalistinnenn: > Stufenbarren
 Tisha Volleman (NED) mit (5.2)=13,066 Beste am Barren.
Beide deutsche Perspektivkader-Turnerinnen qualifizierten sich fürs Finale:
- als 7. Aiyu Zhu aus Köln mit (4.3)=12,166 und
- Lea Quaas aus Chemnitz mit (4.6)=12,166
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S c h w e b e b a l k e n:  Finalistinnen:  > Balken
Daniela Batrona aus der Ukraine, war 2020 in Mersin (TUR) Mehrkampfdritte bei den Jugend-Europameisterschaften - heute Balkenbeste (5.5)=13,300, gefolgt von Sanna Veerman (NED) und Anastasia Smantsar (BLR). Während sich die Kölnerin Aiyu Zhu (4.9)=12,200 sich als Fünfte qualifizierte, verpasste die Chemnitzerin Lea Quaas selbiges (5.0)=11,666 als Zehnte deutlich ...
B o d e n :                   Finalistinnen:  > Boden
Mit der schwierigsten Übung (6.3) setzte sich Italiens Alba Petisco durch (=13,166). Auch Aiyu Zhu schaffte als Fünfte (4.8)=11,900 ihren dritten Finaleinzug, den Lea Quaas auf Rang 14 (4.4)=10,900 deutlich verpasste.

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♦ Die Geschichte dieses Traditionswettbewerbes reicht zurück bis ins Jahr 1973 (Schwerin), wurde 5 Jahre später 1978 in Berlin fortgesetzt und fand ein Jahr später 1979 seinen festen Austragungsort in Cottbus. Dies und mehr kann man in dem Turnier-Magazin Gustav lesen - benannt nach dem einstigen Cottbuserr Turn-Olympiasieger Gustaf Schuft, der als Mitglied der deutschen Turnriege bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 an Barren und Reck Gold gewann - und welches als Magazin des Cottbuser Weltcups stets jährlich neu aufgelegt wird:
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